Lebensversicherung kündigen oder verkaufen?
Lebensversicherungen sind nach wie vor eines der beliebtesten Mittel, um fürs Alter vorzusorgen. Dabei bieten gerade die Lebensversicherungen, die als Kapitallebensversicherung mit einer einmaligen Kapitalauszahlung geführt werden, auch viele Nachteile. So wird das hierin angesparte Kapital nicht vor dem Zugriff durch die Behörden bei Anspruch auf Hartz IV geschützt. Dann heißt, dass die Lebensversicherung gekündigt werden muss. Doch bevor man sich zu diesem Schritt entschließt, der in den meisten Fällen mit enormen Verlusten verbunden ist, sollte man erst einmal alle anderen Varianten durchspielen, die möglich sind. So gibt es mittlerweile häufig die Möglichkeit, seine Lebensversicherung auch zu verkaufen. Die Erlöse sind deutlich höher, als bei einer Kündigung, sodass man mehr von seinem angesparten Kapital hat. Der Vertrag wird dabei nur auf den Käufer umgeschrieben, sodass dieser die Beiträge entrichtet und die Versicherungssumme im Erlebensfall erhält. Die versicherte Person bleibt jedoch auch bei einem Verkauf der Lebensversicherung bestehen. Das heißt, sollte man während der Laufzeit der Versicherung sterben, so erhalten die Erben auch weiterhin die Todesfallsumme aus der Versicherung. Der Vorteil dabei liegt klar auf der Hand: Denn trotz Verkauf der Lebensversicherung weiß man seine Angehörigen im Todesfall entsprechend abgesichert. Insofern ist eine Kündigung nur noch in den seltensten Fällen anzuraten, da hier deutlich höhere Verluste auf den Versicherungsnehmer zukommen. Doch auch beim Verkauf sollte man nichts überstürzen und sich ausreichend Zeit nehmen, die einzelnen Angebote miteinander zu vergleichen. Nur so kann man das Angebot finden, welches dann auch tatsächlich am rentabelsten ist und sich so für eine längere Zeit mit dem Erlös über Wasser halten.