Berufsunfähigkeitsversicherung
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung macht nicht nur in Berufen mit hohem Verletzungsrisiko Sinn. Die Gefahr, den Beruf aufgrund gesundheitlicher Beschwerden aufgeben zu müssen, teilen sich zum Beispiel Dachdecker und Akademiker in einem nahezu gleichen Verhältnis. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung steht beiden Berufsgruppen gleichermaßen zur Seite. Während bei dem einen der Sturz von großer Höhe ein beachtenswertes Berufsrisiko darstellt, ist für den Akademiker das Burn-Out-Syndrom schon längst keine medizinische Utopie mehr. Doch eine Berufsunfähigkeit Versicherung schenkt keinesfalls allein den in einem beruflichen Kontext geschehenen Unfällen Aufmerksamkeit. Im Gegenteil, sie nimmt auch jene ernst, die etwa bei der Freizeitbeschäftigung, dem Umzug oder beim Autofahren geschehen können.
Das Risiko einer folgenschweren Verletzung ist eben nicht einfach auszuschließen. Die Gesinnung vieler Arbeitnehmer spricht da jedoch eine andere Sprache. Viele eben erst ins Berufsleben Zugestiegene fühlen sich jung, erfolgreich und unantastbar. Die Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird so meist verkannt und zunächst auf unbestimmte Zeit aufgeschoben. Ihr Nutzen wird so durch die frühen Erfolgsschübe im Arbeitsleben überdeckt und meist erst zu spät erkannt. Denn ein hoher Prozentsatz an Arbeitnehmern muss aufgrund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen frühzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden. So erfahren nur noch wenige das Rentenalter über einen fließenden Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand.
Dass dieser Sachverhalt meist ignoriert wird, zeigt die verhältnismäßig kleine Zahl junger Inanspruchnehmer einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Dabei gilt auch bei ihr, was für viele dauerhaft orientierte Versicherungsverträge zählt: der Versicherungsbeitrag orientiert sich am Alter des Versicherungsnehmers. Daher hätte besonders der Young Professional einen Prämienvorteil. Er bräuchte diesen nur wahrnehmen, um sein Einkommen auch nach einem einschneidenden Unfall für die Zukunft zu sichern.
Gastautor: Udo Langkau (info [] insurance1.de)