Mit Spenden Steuern sparen

Die Spendenbereitschaft steigt gerade in der Weihnachtszeit sehr stark an, auch wenn derzeit die Finanzkrise im alltäglichen Leben regiert. Da Weihnachten ein Fest der Besinnlichkeit ist, sind viele Menschen gerade in dieser Zeit sehr spendabel. Da es das ganze Jahr über immer sehr hektisch ist, möchte man es gerade zu Weihnachten etwas ruhiger angehen lassen.

Hohes Spendenaufkommen in Deutschland

Das Spendenaufkommen in Deutschland ist recht groß, allein im Jahr 2010 spendeten die Deutschen etwa 5,2 Mrd. Euro an Stiftungen und Vereinen. Spenden für gemeinnützige, religiöse, kirchliche und mildtätige Zwecke können dabei steuerlich geltend gemacht werden. Auch Spenden ins EU Ausland können als Sonderausgaben bei der Steuererklärung mit angegeben werden.

Nicht alle Spenden werden anerkannt

Vom Finanzamt werden dabei allerdings nicht alle Spenden anerkannt. Um sich genau darüber zu informieren, kann man einen Blick in die Abgabenordnung werfen, dort gibt es eine Liste mit förderungsfähigen Spenden. Neu hinzugekommen sind dabei Spenden für Hochwasserschutz, Verbraucherschutz sowie Spenden zur Hilfe von Opfern die durch Straftaten geschädigt wurden.
Die Spenden werden dabei von allen gemeinnützigen Institutionen entgegengenommen. Damit diese Spenden vom Finanzamt anerkannt werden, stellen die Institutionen entsprechende Spendenbescheinigungen aus. Damit eine Spende von der Steuer abzugsfähig ist, darf sie keiner rechtlichen Verpflichtung nachkommen. Des weiteren darf eine Spende mit keiner Gegenleistung verbunden sein, dies gilt z.B. bei Wohlfahrtsbriefmarken, Eintrittsgeldern und bei Wohltätigkeitsveranstaltungen.

Spendennachweise beim Finanzamt einreichen

Damit eine Spende vom Finanzamt anerkannt wird, muss der Spendennachweis auf einem amtlichen Muster erfolgen. In einigen Fällen reicht aber auch ein Bareinzahlungsbeleg oder ein Kontoauszug aus. Dies gilt z.B. bei Katastrophenhilfen, wenn das eingezahlte Geld auf ein sogenanntes Sonderkonto fließt. Aus dem Beleg muss allerdings der Name des Auftraggebers, der Buchungstag und die Höhe der Spende hervorgehen. Bei Spendenbeträgen bis zu 200 Euro, reicht ein Zahlungsnachweis generell aus. Bei der Steuerberechnung, werden die Spenden jeweils für das Jahr berücksichtigt, in dem sie auch getätigt wurden. Die Spende muss also im Jahr der Zahlung steuerlich geltend gemacht werden.

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